Ein Migräne-Auslöser ist alles, was einer Attacke oft vorausgeht. Auslöser sind individuell — was bei dir eine Attacke anstößt, lässt jemand anderen völlig kalt. Die gute Nachricht: Mit etwas regelmäßigem Tracking erkennen die meisten Menschen mit der Zeit ihre eigenen Muster. Hier sind die acht Auslöser, die am häufigsten genannt werden, und wie du herausfindest, welche für dich zählen.
Was ist überhaupt ein Auslöser?
Nicht jeder schlechte Tag hat eine einzelne Ursache. Oft ist es eine Kombination — eine kurze Nacht, ein stressiger Morgen und eine ausgelassene Mahlzeit zusammen. Deshalb verraten einzelne Notizen selten viel, wochenlange kurze Einträge dagegen schon.
Die 8 häufigsten Migräne-Auslöser
1. Veränderter Schlaf
Zu wenig — oder plötzliches Ausschlafen — kann eine Rolle spielen. Kurze Nächte gehören zu den am häufigsten gemeldeten Auslösern.
2. Stress (und das Nachlassen danach)
Attacken kommen manchmal, wenn der Stress abfällt — die klassische „Wochenend-Migräne".
3. Wetter & Luftdruck
Ein fallender Luftdruck wird häufig zusammen mit dem Beginn von Attacken notiert.
4. Bildschirme & Licht
Lange Bildschirmzeiten, Blendung und flackerndes Licht sind häufige Mitverursacher.
5. Ausgelassene Mahlzeiten
Zu lange nichts zu essen — und der darauf folgende Abfall des Blutzuckers — ist ein gut dokumentierter Faktor.
6. Zu wenig Trinken
Schon leichte Dehydrierung kann die Schwelle für eine Attacke senken.
7. Bestimmte Lebensmittel & Getränke
Sehr individuell. Gereifter Käse, Alkohol (besonders Rotwein), Veränderungen beim Koffein und verarbeitetes Fleisch werden oft genannt — deine Liste kann aber ganz anders aussehen.
8. Hormonelle Veränderungen
Zyklusbedingte Schwankungen des Östrogenspiegels sind für viele Menschen mit Menstruation ein wichtiger Faktor.
„Du suchst nach Mustern, nicht nach Beweisen. Wenn wenig Schlaf vor den meisten deiner Attacken auftaucht, lohnt sich ein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt."
So findest du deine eigenen Auslöser
Wähle eine mühelose Art, jede Attacke zu erfassen, notiere ein paar mögliche Faktoren und gib dir ein paar Wochen Zeit. Dann suche nach dem Faktor, der am häufigsten kurz vor deinen Attacken auftaucht — nicht einmal, sondern immer wieder.
Wann du zum Arzt gehen solltest
Wenn deine Kopfschmerzen neu sind, sich verändern, ungewöhnlich stark sind oder deinen Alltag beeinträchtigen, wende dich an eine medizinische Fachperson. Nimm dein Tagebuch mit — Häufigkeit, Dauer und Tage mit Medikamenteneinnahme helfen enorm.
Quellen
- International Headache Society. ICHD-3: Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen.
- World Health Organization (WHO). Kopfschmerzerkrankungen — Faktenblatt.
- American Migraine Foundation. Häufige Migräne-Auslöser und wie man mit ihnen umgeht.
